Gemälde
von Vincent d'Eaubonne | | 2 von Françoise

Originaltitel: Contre-Violence ou la résistance à l’Etat, Übersetzung von Regina Weiss, München: Trikont Verlag 1978, 149 Seiten
Eine Publikation, die aus inhaltlichen und editorischen Gründen ebenso fragwürdig wie konfus erscheint und äußerst kritisch zu betrachten ist. Wir belassen die Darstellung bei drei Zitaten.
Editorial des Verlags: „Feminismus und ‚Terror‘ ist primär eine Auseinandersetzung in der Frauenbewegung. Inhaltlich wird der Text von uns unterschiedlich beurteilt. Wir sind aber alle der Meinung, dass die angeschnittenen Fragestellungen in der BRD einen Raum finden sollen, was seit den Literaturverboten keineswegs selbstverständlich ist.“
Anmerkung der Übersetzerin: „In Absprache mit der Autorin wurden nicht übersetzt das erste Kapitel der französischen Ausgabe „La guerilla urbaine“ und der Anhang 1 zu „Reunion des Dissidents“. Hinzugefügt wurden der Aufsatz „Frauen, Revolution und Arbeiterbewegung“; der Text über Rita Brown und leicht gekürzt ein Kommentar zu Peter Brückners Buch: „Ulrike Meinhof und die deutschen Verhältnisse“.
Klappentext Zitat: „Der Text wird ergänzt durch ein kritisches solidarisches Nachwort von Evelyn Le Garrec, die begründet, weshalb in ihren Augen weibliche Formen von militaristischem Untergrundkampf, auch für eine politisch kritische Frauenbewegung, nicht vertretbar sind.“ (Herbert Kapfer)
Originaltitel: Le satellite de l’amande, Deutsch von Uli Aumüller, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Neue Frau, September 1978, 125 Seiten
Alle Männer sind verschwunden. Gemeint sind alle Männer. In diesem Roman, in dem sich die Frauen durch Ektogenese fortpflanzen (eine Fortpflanzungsmethode, die es ihnen ermöglicht, ohne Männer auszukommen), erwecken sie eine von Umweltverschmutzung, Kapital und Patriarchat verwüstete Erde zu neuem Leben und machen sich auf, einen kleinen, seltsamen Planeten weit außerhalb unseres Sonnensystems zu erkunden. Diese Expedition wird für die Leserinnen und Leser dieses philosophischen Märchens viele Überraschungen bereithalten. „Leidenschaftlich, gebieterisch. In Fresken und Reliefs!“ (Victoria Thérame). Le Satellite de l’Amande ist der erste Teil einer Saga, die mit Les Bergères de l’apocalypse fortgesetzt wird; der dritte Teil dieser Trilogie, der bis vor kurzem unveröffentlicht blieb, ist im November 2022 im Verlag Des Femmes-Antoinette Fouque erschienen. (Alain)
Originaltitel: Le Féminisme ou la Mort, Aus dem Französischen von Gina Giert, München: Verlag, Frauenoffensive, 1975, 221 Seiten
Françoise’ berühmtestes Buch, in dem sie den Begriff „Ökofeminismus“ zum ersten Mal verwendet.
Überleben oder Vernichtung. Zwei Geißeln bedrohen die Welt: die Überbevölkerung und die Zerstörung der Natur. Für diese Katastrophe ist der Mann des patriarchalischen Systems verantwortlich. Er hat triumphiert, doch sein Prinzip ist das des Todes. Nach Françoise ist für die Frauen der Zeitpunkt gekommen, die Macht zu übernehmen: „Den Planeten heute der Herrschaft der Männer entreißen – um ihn morgen der Menschheit wiederzugeben“, ist ihre Parole.
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